Olaf Hais liest Erich Kästner
So., 31. Mai
|Bürgerzentrum Waldschänke Hellerau
"Meine Mutter - zu Wasser und zu Lande"


Zeit & Ort
31. Mai 2026, 16:00
Bürgerzentrum Waldschänke Hellerau, Am Grünen Zipfel 2, 01109 Dresden, Deutschland
Infos
Meine Mutter - Zu Wasser und zu Lande
Gedichte und Briefe, die Kästners bis heute gültiges, kritisches Zeitverständnis, aber auch das durchaus spezifisch-enge Verhältnis zu seiner Mutter aufzeigen. Satire und Gefühl sind wie immer bei unserem großen Dresdner humorvoll verwoben.
„Meine Mutter setzte alles auf eine Karte – und diese Karte war ich.“ Die Geschichte von Erich Kästner und seiner Mutter ist eine besondere: „Meine Mutter war mein bester Freund“, sagte er über sie. Und sie wusste: „Mein Sohn verschweigt mir nichts.“ Tatsächlich war der kleine Erich seiner Mutter Lebenselixier sowie Schutzengel. Auch in späteren Jahren versuchte er, ihr beides zu sein – und sich trotzdem ganz behutsam ein wenig von ihr zu
lösen. Seine Mutter war ihm Freundin, Reisekameradin, Beraterin in Liebesdingen wie in Modefragen, erste kritische Leserin seiner Manuskripte und – heutzutage unvorstellbar – unermüdliche Instandhalterin seiner Wäsche, auch als Kästner längst in Berlin lebte. Es war eine innige Beziehung von beiden Seiten, nicht immer leicht, aber stets von Liebe geprägt.
Die große Kästner-Kennerin Sylvia List hat die schönsten Gedichte, Geschichten und Briefe versammelt, die Erich Kästner seiner Mutter – und allen anderen Müttern – gewidmet hat. Damit ist dieses Buch nicht nur eine ebenso hochvergnügliche wie bewegende Geschichte von Mutter und Sohn in Wort, Reim und Bild – es ist auch ein äußerst persönliches Zeitzeugnis der 20er Jahre bis hinein in die Nachkriegszeit.
Nach dem Schauspielstudium an der Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, ging Olaf Hais zunächst an die Landesbühnen Sachsen, wo er u.a. 11 Jahre auf der Felsenbühne Rathen als Winnetou zu erleben war. Als freier Schauspieler spielte er an vielen sächsischen Theatern, u.a. am Staatsschauspiel Dresden und arbeitete als Schauspieldozent an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Er war u.a. im „Tatort“, „Soko Leipzig“, „Polizeiruf 110“ und in Kino-Filmen zu sehen, arbeitete als Dozent für Körpersprache und Rhetorik u.a. für das sächsische Bildungsministerium. Während seines Engagements am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen begann er, sehr erfolgreich Regie zu führen.
Genießen Sie bereits ab 14:30 Uhr hausgebackene Kuchen und ein Tässchen Kaffee und besuchen Sie auch unsere aktuelle Ausstellung mit Werken von Gundula Schmidt.
Der Eintritt ist frei - um Hutgeld für den Künstler wird gebeten. Dies ist eine Veranstaltung des Bürgerzentrum Waldschänke Hellerau e.V.